Die Wikinger : In Amerika war für die Eroberer kein Platz

Während sich die Besiedlung Amerikas nur noch durch Untersuchungen des Erbgutes und relativ weniger archäologischer Funde rekonstruieren lässt, existieren für eine andere, ähnlich schnelle Eroberung neuer Lebensräume über das Meer sogar direkte Überlieferungen.

Die Wikinger brachen bereits im 9. Jahrhundert aus Skandinavien auf und erreichten innerhalb von zweihundert Jahren nicht nur Nordamerika und die dazwischenliegenden Inseln. Sie besiedelten auch alle diese Eroberungen zumindest für mehrere hundert Jahre.

Island wurde ab 870 besiedelt. Die Nachfahren der Wikinger leben noch heute auf Island. Auf Grönland, das ab 986 besiedelt wurde, hielten sich die Wikinger ein halbes Jahrtausend. Um das Jahr 1000 war Leif Eriksson von Grönland aus nach Nordamerika gesegelt, wo sich die Wikinger aber nicht lange halten konnten. Denn dort lebten schon lange vor ihnen die Indianer, die aus Sibirien nach Nordamerika gekommen waren. (RHK)

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