Digitale Pioniere (38): Jean E. Sammet : Formeln in Form bringen

Jean E. Samet dachte Zuse weiter und entwickelte "Formac" - die Grundlage für Computeralgebra.

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Jean E. Sammet
Jean E. SammetFoto: Promo

Aller Ehren wert

Schultaschenrechner können nicht nur rechnen, sondern spielend mit mathematischen Formeln umgehen. Die Grundlage dafür schuf Jean E. Sammet mit der Programmiersprache „Formac“.

Zur Person

Die Mathematikerin (geboren 1928 in New York) landete nach dem Studium und Stationen als Programmiererin bei Computerfirmen 1961 beim Branchenprimus IBM. Dort setzte sie einen Leitgedanken Konrad Zuses um. Er hatte den Traum, dass Computer dem Menschen das Rechnen abnehmen – schnell und fehlerfrei. Dachte Zuse noch an Zahlen, etwa in der Buchhaltung, hatte Sammet auch die Algebra im Blick. Sie entwickelte den „Formula Manipulation Compiler“, kurz: Formac. Damit war es möglich, mathematische Formeln per Computer zu verändern. Das fehlerträchtige Umformen von Gleichungen durch den Menschen war nicht mehr nötig.

Gut zu wissen

Computeralgebra ist heute weit verbreitet, vor allem in den Natur- und Ingenieurwissenschaften – aber auch im Automobil-Design, wenn man besonders elegante, glatte Formen erzeugen will.

Vor 75 Jahren stellte Konrad Zuse den ersten funktionsfähigen Computer Z3 in Berlin vor. Aus diesem Anlass blicken das Zuse-Institut Berlin und der Tagesspiegel am 11. Mai auf einer internationalen Konferenz in die digitale Zukunft: „The Digital Future – 75 Years Zuse Z3 and the Digital Revolution.“  75 Folgen über die wichtigsten Wegbereiter des digitalen Zeitalters zeigen, was bisher geschah. Mehr zur Veranstaltung: www.science-match.info

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