Wissen : Dinosaurier in Vorpommern entdeckt Die Urechse war rund fünf Meter lang

Langhalsige Dinosaurier besiedelten vor rund 185 Millionen Jahren den heutigen Nordosten Deutschlands. Einen Beleg dafür haben Forscher in Mecklenburg-Vorpommern gefunden – und möglicherweise gleich noch eine neue Dinosaurierart entdeckt. Der Greifswalder Geologe Sebastian Stumpf fand unter den Wirbeltierresten aus einer Tongrube bei Grimmen den unvollständigen Beckengürtel eines bislang unbekannten Dinosauriers, teilt die Universität Greifswald mit. Form wie auch Proportionen der jeweils zwischen zehn bis fünfzehn Zentimeter großen Beckenknochen-Bruchstücke belegten, dass es sich um Reste eines Tieres aus der Gruppe der pflanzenfressenden Sauropoden handele.

Die Knochen des auf vier bis fünf Meter Länge geschätzten Sauropoden seien etwa rund 185 Millionen Jahre alt, sagte Stumpf. Das Tier habe vermutlich einen langen Hals, einen kleinen Schädel und langen Schwanz gehabt. Der Nachwuchsforscher hatte die Knochenfunde ausgewertet und bestimmt. Geborgen wurden sie bereits in den 1980er Jahren von Privatsammlern.

Möglicherweise handelt es sich aufgrund der anatomischen Besonderheiten sogar um eine neue Sauropoden-Art, sagt Stumpf. „Dies wäre eine Riesensensation.“ Absolute Gewissheit würden aber vermutlich nur weitere Knochenrestfunde bringen. In der Tongrube, aus der die Fossilien geborgen wurden, dürften es die Paläontologen heute schwer haben. Im Jahr 1995 wurde dort der Tonabbau eingestellt, die Grube mittlerweile unter Wasser gesetzt. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben