Wissen : Dreikampf um die DFG-Spitze

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Eine Chemikerin, ein Pharmakologe und ein Germanist konkurrieren um das Spitzenamt der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). Für die Wahl der künftigen Präsidentin oder des künftigen Präsidenten schlägt der DFG-Senat die Bielefelder Chemikerin Katharina Kohse-Höinghaus, den Würzburger Pharmakologen Martin Lohse und den Münchner Germanisten Peter Strohschneider vor. Das teilt die DFG mit. Die Entscheidung fällt auf der DFG-Jahresversammlung am 4. Juli in Dortmund. Der Amtsinhaber, der Ingenieur Matthias Kleiner, scheidet nach zwei Amtsperioden aus dem Amt. Kleiner leitet die größte deutsche Forschungsförderungseinrichtung seit dem Jahr 2007.

Die Chemikerin Kohse-Höinghaus kam unter anderem über Stuttgart, Stanford und Paris an die Uni Bielefeld. Sie ist mit den höchsten Weihen internationaler Spitzenwissenschaft versehen und hat in Dutzenden angesehenen wissenschaftlichen Gesellschaften und Kommissionen Erfahrung gesammelt. Kohse-Höinghaus wäre die erste Präsidentin der DFG.

Martin Lohse ist derzeit Vizepräsident für Forschung der Uni Würzburg. Lohse ist ein vielseitiger Wissenschaftler: Er hat einen Lehrstuhl für Pharmakologie inne, promovierte im Fach Neurobiologie und studierte Medizin und Philosophie. Lohse arbeitete unter anderem in Göttingen, Bonn, Heidelberg, München und an der Duke University (USA). Für den Altgermanisten Peter Strohschneider (LMU München) wäre das Amt die zweite Spitzenposition in der deutschen Wissenschaft. Von 2006 bis 2011 leitete er als Vorsitzender den Wissenschaftsrat. Derzeit ist Strohschneider Gastprofessor an der Uni Frankfurt/Main, vor seiner Station in München forschte er in Dresden. tiw

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