DREI PROGRAMME   : Mehr Geld pro Student – und mehr Elite

Jedes der drei großen Wissenschaftsprogramme soll etwas mehr Geld bekommen als bei seiner ersten Auflage:

Im Hochschulpakt II (2011 bis 2015) soll ein Studienplatz jetzt mit jährlich 6500 Euro ausgestattet sein. Im Hochschulpakt I (2007 bis 2010) waren es 5500 Euro. Allerdings wird die Summe nur über vier Jahre gezahlt – eine Kalkulation, in der vorausgesetzt wird, dass die Studierenden die Hochschule mehrheitlich in der Regelstudienzeit nach einem dreijährigen Bachelor verlassen und nicht den Master draufsatteln. Ohnehin werden die 6500 Euro nicht tatsächlich bei den Hochschulen ankommen: Denn ein Teil des Geldes aus dem Hochschulpakt wird schon vorab an die neuen Länder und die Stadtstaaten allein für den Erhalt schon bestehender Studienplätze fließen.

Die zweite Runde der Exzellenzinitiative (von 2013 bis 2017) bekommt 2,7 Milliarden Euro – 800 Millionen mehr als im ersten Durchgang bereitstanden. Damit sollen weitere Graduiertenschulen, Forschungscluster und auch Zukunftskonzepte („Eliteuniversitäten“) gefördert werden. Bis zu zwölf Exzellenzunis können sich die Wissenschaftspolitiker vorstellen. Da bis zu fünf neue Hochschulen gekürt werden sollen, müssten zwei der jetzt neun Eliteunis absteigen.

Der Pakt für Forschung und Innovation für die außeruniversitären Institute soll von einer dreiprozentigen auf eine fünfprozentige Etaterhöhung aufgestockt werden. Die Programmpauschale für Kosten, die bei DFG-Projekten an den Unis zusätzlich entstehen, wird nicht erhöht. Es bleibt bei 20 Prozent der Projektkosten. (akü)

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