EIN RAHMEN DURCH DEN BUND : Wie Studierende profitieren könnten

Was könnte es für Studierende bedeuten, wenn der Bund darauf verzichtet, Zulassung und Abschlüsse zu regeln? – Ein Beispiel: Der Abiturient Harald Mustermann steht vor der Frage, ob er sich in Heidelberg oder in Berlin um einen Studienplatz bewirbt. In Baden-Württemberg müsste er pro Semester 500 Euro Gebühren zahlen, würde aber dafür auch in nicht ganz so vollen Kursen sitzen. Dafür müsste er neben dem Studium jobben, um sich die Gebühren leisten zu könne. In Berlin braucht Harald Mustermann keine Studiengebühren zu bezahlen, müsste also auch nicht jobben. Doch die Seminare sind voller. In diesem Dilemma würde Mustermann sich nicht befinden, gäbe es eine Rahmengesetzgebung des Bundes für die Zulassung. Dann könnte festgelegt werden, dass für die Bachelor- und Masterstudiengänge im Vergleich zu den alten Studiengängen der Betreuungsaufwand um 15 bis 20 Prozent verbessert werden muss. Ein Professor, der nur 40 Studenten betreut, könnte dann die Regel werden, unabhängig von der Frage, ob Studiengebühren verlangt werden. Aber vor solcher Rahmengesetzgebung scheut Bundeswissenschaftsministerin Schavan zurück. Deshalb wird wohl auch weiterhin jede neu eingestellte Lehrkraft zusätzliche Studenten nach sich ziehen. U.S.

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