Wissen : Ein Schloss für die Wissenschaft

Knapp vier Jahre nach ihrer Neugründung als Nationale Akademie der Wissenschaften kann die Leopoldina im Januar 2012 ihren neuen Hauptsitz in Halle beziehen. Für die Sanierung des historischen Gebäudekomplexes auf dem Jägerberg erhielt sie 15,8 Millionen Euro vom Bundesbauministerium aus dem Konjunkturpaket II, eine Million Euro für den Kauf der Immobilie kam vom Land Sachsen-Anhalt. Das Haus hat eine bewegte Geschichte: Im 19. Jahrhundert als Sitz einer Freimaurerloge erbaut, fiel es in der NS-Zeit der Stadt zu, wurde nach 1945 sowjetisches Kulturhaus und dann Hörsaalkomplex der Uni. Seit 2001 stand der schlossartige Bau leer. Auf 4000 Quadratmetern sind jetzt Büros und Vortragssäle entstanden, Archiv und Bibliothek bleiben am bisherigen Hallenser Standort der 1652 in Schweinfurt begründeten Leopoldina. -ry

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