Wissen : Einheitslehrer - ein bisschen

Berliner Koalition: Kompromiss bei Lehrergesetz.

Im langen Streit um die neue Berliner Lehrerbildung und den „Einheitslehrer“ haben SPD und CDU offenbar einen Kompromiss gefunden. Demnach bleibt es zwar bei nur einem gemeinsamen Lehramt für zukünftige Lehrer des Gymnasiums und für zukünftige Lehrer der Integrierten Sekundarschule (ISS), so wie die SPD es immer wollte. Doch das Studium im aufbauenden Master soll sich „hinsichtlich der Schwerpunktsetzung in Fachlichkeit und Bildungswissenschaften“ unterscheiden, ist aus Verhandlungskreisen zu hören. Damit wird dem Drängen der CDU Rechnung getragen.

Demnach scheint es möglich, dass Studierende, die später an der ISS arbeiten wollen, einen etwas größeren Anteil an Pädagogik belegen. Nicht ausgeschlossen wird damit auch, dass die Studierenden je nach angestrebtem Schultyp unterschiedliche Lerninhalte in den Fachwissenschaften wählen. Wie weit die Wege im Master sich tatsächlich unterscheiden werden, wird die Senatsverwaltung in einer Rechtsverordnung regeln.

Am Mittwoch könnte das Lehrerbildungsgesetz nun im Wissenschaftsausschuss des Abgeordnetenhauses beschlossen werden und am Donnerstag im Bildungsausschuss. Wegen des langen Streits wird sich der Start des neuen Studiums aber um ein Jahr auf den Herbst 2015 verzögern. akü

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