Wissen : Eisbrechende Forschung aus Deutschland

Seit 25 Jahren erforschen internationale Wissenschaftlerteams an Bord des deutschen Eisbrechers „Polarstern“ die Polarregionen und die Tiefsee in den Eismeeren. Kurz bevor die „Polarstern“ gestern von Kapstadt aus zu einer weiteren Südpolexpedition aufbrach, gratulierte Bundeskanzlerin Angela Merkel der Besatzung über Funk zum 25. Jubiläum.

Bei einer Festrede im Museum für Naturkunde in Berlin betonte die Kanzlerin die große Bedeutung der Polarforschung als Schlüsseldisziplin, um die Auswirkungen des Klimawandels zu verstehen. „Das ewige Eis ist so etwas wie das Archiv klimatischer Veränderungen“, sagte Merkel. An den Polen würden sich die Folgen der globalen Erwärmung als Erstes zeigen, weshalb deren Erforschung besonders wichtig sei. „Auch die Finanzierung der Anschlussforschung ist gesichert“, sagte die Kanzlerin im Hinblick auf den geplanten Bau eines zweiten Forschungseisbrechers namens „Aurora Borealis“ – zu Deutsch: Polarlicht. Das neue Schiff soll auch für den Einsatz im Winter und für Tiefseebohrungen ausgerüstet sein.

Die „Polarstern“ wurde 1982 im Auftrag des Bundesforschungsministeriums gebaut und wird vom bundeseigenen Alfred-Wegener-Institut in Bremerhaven betrieben. 45 Polarexpeditionen hat das Schiff bereits ermöglicht. An Bord können 55 Forscher gleichzeitig arbeiten.dal

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