ELEKTRONIK IN DER WOHNUNG : Das Badezimmer denkt mit

Eine „intelligente“ Umgebung lässt sich auch im Badezimmer installieren. Daran arbeiten Forscher vom Fraunhofer-Institut für Mikroelektronische Schaltungen und Systeme (IMS) in Duisburg. Ihr elektronisch ausgestattetes Badezimmer stellt die Höhe der Toilette und des Waschbeckens automatisch auf die Bedürnisse der Benutzer ein, schaltet selbsttätig das Licht an oder aus und dreht den Hahn ab, wenn kein Wasser gebraucht wird. Älteren, desorientierten Menschen zeigt der Spiegel mit leuchtenden Symbolen, was als nächstes zu tun ist: waschen, Zähne putzen oder rasieren. Sensoren erkennen automatisch, was der Benutzer gerade tut. Das System registriert auch, ob die Pillenbox geöffnet wurde und erinnert die Bewohner gegebenenfalls daran, ihre Medikamente zu nehmen.

„Unser Badezimmer ist ein Prototyp und daher noch relativ teuer“, sagt der Projektleiter Edwin Naroska. Allein der Spiegel koste 3000 Euro. Wenn das System einem älteren Menschen ermögliche, ein paar Monate länger zu Hause zu wohnen, könne es sich dennoch rechnen, sagt der Forscher. Denn der Aufenthalt in einem Pflegeheim sei deutlich teurer. FS

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