Elitewettbewerb : Siegreicher Südwesten

Drei der sechs neuen Eliteunis liegen in Baden-Württemberg

Freie Universität Berlin

Vor allem mit ihren Geisteswissenschaften ist die FU (34 000 Studierende und 400 Professoren) in Forschungsrankings führend. Auch die zwei Graduiertenschulen sowie die beiden Cluster, die erfolgreich waren, stammen aus dem Bereich. Mit ihrem erfolgreichen Zukunftskonzept einer „International Network University“ knüpft die Freie Universität an internationale Kontakte an, die seit ihrer Gründerzeit gewachsen sind und in den vergangenen Jahren massiv ausgebaut wurden. Sie sollen in einem Zentrum für internationalen Austausch ausgebaut werden, um weltweit exzellenten akademischen Nachwuchs zu gewinnen.



Universität Heidelberg

Heidelberg (25 500 Studenten, 450 Professoren) ist als „klassische Volluniversität“ angetreten. Im Mittelpunkt steht das Marsilius-Kolleg, an dem Forscher der Uni mit deutschen und internationalen Kollegen zusammenarbeiten sollen. Die Forschungsgebiete schöpfen die Fächervielfalt aus. Sie reichen von transkulturellen Studien über Lebenswissenschaften und Katalyse bis zur Astronomie. Zu den Kooperationsprojekten mit den außeruniversitären Einrichtungen in Heidelberg gehört das 2003 eröffnete Nationale Centrum für Tumorerkrankungen.

Universität Konstanz

Im Vergleich zu den anderen Siegern sticht Konstanz heraus. Die Uni ist die mit Abstand kleinste unter den Eliteuniversitäten. Am Bodensee forschen 174 Professoren, es sind nur 10 000 Studierende eingeschrieben, alles konzentriert sich auf einem Campus. Gegründet 1965, ist die Uni die jüngste der gekürten Hochschulen. In der ersten Runde führten die Konstanzer als Einzige ein Cluster in den Geistes- und Sozialwissenschaften zum Erfolg. Zweiter Schwerpunkt der Uni sind Naturwissenschaften. Das Elitekonzept sieht vor, Konstanz zum Zentrum für junge Spitzenforscher zu machen.

Universität Freiburg

Freiburg (22 000 Studenten, 380 Professoren) stützt sich auf seine Lebenswissenschaften. Traditionell stark ist Freiburg auch in den Geisteswissenschaften. Freiburg ist eine weitere Uni, die mit dem Elitegeld ein „Institute for Advanced Studies“ aufbauen will, in dem Forscher sich auf die Wissenschaft konzentrieren können, ohne sich mit Verwaltungsarbeit herumplagen zu müssen.

Technische Hochschule Aachen

Die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen (30 000 Studierende, 400 Professoren) punktet in den Ingenieurwissenschaften. Schwerpunkte sind Mobilität, Werkstoffe, Kommunikationstechnologien und Informatik. Künftig wollen die Aachener die Ausrichtung auf wirtschaftsnahe Forschung noch verstärken. Der Weg von der Forschung zum Produkt soll beschleunigt werden. Diesem Ziel dient der Zusammenschluss mit dem Forschungszentrum Jülich.



Universität Göttingen

Die Georg-August-Universität (24 600 Studenten, 404 Professoren) will zu einer „Spitzenuniversität von Weltrang“ aufsteigen. Das Zukunftskonzept „Göttingen: Tradition – Innovation – Autonomie“ beruft sich auf Stärken der Uni. „Autonomie“ steht für die Konstruktion einer Stiftungsuni. „Innovationen“ will Göttingen auf einem Forschungscampus ermöglichen. Bei „Tradition“ fallen vor allem die Nobelpreise ins Gewicht. Je nach Zählung sind das 12 oder 44. -ry / tiw

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