ENTZÜNDETE NERVENFASERN : Eine Krankheit mit vielen Gesichtern

Multiple Sklerose ist eine nicht heilbare, chronische Krankheit. In Gehirn und Rückenmark bilden sich dabei entzündliche Herde in der Schutzschicht von Nervenfasern, dem Myelin. Dadurch wird die Übertragung von Signalen gestört. Wie sich das bemerkbar macht, hängt von den betroffenen Nervenfasern ab. So kann es zu Problemen mit der Muskelkraft und -spannung kommen, aber auch zu Taubheit, zu Koordinationsstörungen, Problemen mit dem Sehen, dem Schlucken oder dem Artikulieren. Anfangs verschwinden die Symptome nach einem „Schub“ oft vollständig, die Krankheit kann aber auch von Beginn an fortschreiten.

Die Krankheit ist häufig: 120 000 Menschen sind in Deutschland betroffen, und zwar doppelt so viele Frauen wie Männer. Meist beginnt das Leiden in jungen Jahren. Die Lebenserwartung sinkt durch die Krankheit kaum.

„Multipel“ bezieht sich auf die verteilten entzündlichen Krankheitsherde, „Sklerose“ auf deren spätere Verhärtung. aml

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