Wissen : Erbgut des Zebrafischs entziffert

Forscher haben das Erbgut eines der wichtigsten Versuchstiere entziffert - das des Zebrafischs. Etwa 70 Prozent der menschlichen Gene hätten mindestens ein Pendant in dem Tier, berichtet ein Forscherteam im Fachjournal „Nature“. Das mache den rund fünf Zentimeter langen Fisch zum wertvollen Versuchstier für die Untersuchung menschlicher Krankheiten, sagte Studienleiter Derek Stemple vom Wellcome Sanger Trust Institute im britischen Cambridge. Unter den Wirbeltieren ist nach Institutsangaben bislang nur das Erbgut von Mensch und Maus in einer ebenso hohen Qualität bekannt wie nun das vom Zebrafisch. Mit mehr als 26 000 Genen sei das Erbgut des Fisches zudem das größte bisher entzifferte Wirbeltiergenom. Ein weiteres Forscherteam um Stemple konnte in über 3000 Genen des Fischs Mutationen finden oder erzeugen, die menschlichen Krankheitsgenen entsprechen. Darüber berichten die Wissenschaftler in einem zweiten Artikel in „Nature“. „Mit dem Wissen aus dem Genom des Fisches können wir besser verstehen, wie Veränderungen in unseren Genen zu Krankheiten führen“, kommentierte die Nobelpreisträgerin Christiane Nüsslein-Volhard vom Max-Planck-Institut für Entwicklungsbiologie in Tübingen, die an der Entzifferung des Genoms beteiligt war. dpa

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