Wissen : Es gibt wieder mehr Berggorillas

Eine „Volkszählung“ bei den afrikanischen Berggorillas gibt Anlass zur Hoffnung für die stark bedrohten Menschenaffen: Ihre Zahl ist größer als bislang angenommen. In den Vulkanbergen des Virunga-Massivs im Grenzgebiet zwischen Kongo, Ruanda und Uganda zählten Artenschützer 480 Berggorillas (Gorilla beringeri beringeri), teilte eine Sprecherin des Naturschutzbündnisses GVTC in Kigali mit. Das sind 100 Tiere mehr als noch vor sieben Jahren. Die im Frühjahr gezählten Gorillas leben in 36 Familiengruppen.

Bei der vorigen Gorillazählung an den Virunga-Vulkanen im Jahr 2003 betrug die „Bevölkerungszahl“ noch 380. Bei einer Zählung im Bwindi-Urwald, einem weiteren Gorilla-Gebiet in Uganda, waren vor vier Jahren 302 Tiere ermittelt worden. Zusammen mit verwaisten Jungtieren, die in einer Schutzstation im Kongo aufgezogen werden, wird die Zahl der Berggorillas weltweit nun auf insgesamt 786 geschätzt.

Für die „Gorilla-Volkszählung“ waren sechs Wissenschaftlerteams mehr als 1000 Kilometer durch die Regenwälder der Vulkanberge gewandert. Sie notierten nicht nur Gorillasichtungen, sondern sammelten auch Dungproben, um mithilfe von Erbguttests die einzelnen Tiere identifizieren zu können. dpa

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