Wissen : EU erlaubt Quoten für Medizinplätze

Österreich und Belgien dürfen Studienplätze für besonders begehrte Fächer wie Medizin vorerst weiter überwiegend an die eigenen Schulabgänger vergeben. Die EU-Kommission setzte am Mittwoch in Brüssel die Vertragsverletzungsverfahren aus, die sie gegen die Mitgliedstaaten wegen einer Diskriminierung aus Gründen der Nationalität eingeleitet hatte. Die Länder hätten belegt, dass es ohne nationale Quoten zu Engpässen im Gesundheitswesen kommen könne. Beide Staaten verzeichnen seit Jahren einen starken Andrang ausländischer Schulabgänger auf Studienplätze, für die es wie in Deutschland bei Medizin eine strenge Zulassungsbeschränkung gibt. In Österreich sind daher in Humanmedizin, Zahn- und Tiermedizin 75 Prozent der Studienplätze für Inhaber österreichischer Schulabschlüsse reserviert. 20 Prozent der Plätze werden an Schulabgänger aus anderen EU-Staaten vergeben, die restlichen fünf Prozent an Studierwillige aus Nicht-EU-Ländern.AFP

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