EXOPLANETEN : So werden die Himmelskörper vermessen

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Jüngste Entdeckung. „Corot-9b“ kreist um seinen Mutterstern, der sich rund 1500 Lichtjahre von der Erde entfernt im Sternbild...

Um die Masse der fernen Himmelskörper zu bestimmen, nutzen die Astronomen die „Radialgeschwindigkeitsmethode“. Kreist ein Exoplanet um seinen Mutterstern, dann hat das Tandem einen Rotationspunkt, der nicht mit dem Mittelpunkt des Sterns identisch ist. Deshalb scheint der Stern für einen Beobachter auf der Erde zu taumeln. Kommt er uns näher, werden die von ihm ausgesendeten Lichtwellen gestaucht, entfernt er sich, werden sie gestreckt. Diese Veränderungen können gemessen und daraus die Masse des Exoplaneten berechnet werden. Das funktioniert aber nur für Himmelskörper, die größer als unsere Erde sind.

Die Größe der fernen Objekte wird mithilfe der „Transitmethode“ ermittelt. Sie basiert auf der minimalen Verdunklung, die eintritt, wenn sich Exoplaneten zwischen ihren Mutterstern und einen Beobachter schieben. Letztere sind oft Weltraumteleskope wie Corot oder Kepler. Während Corot maximal ein halbes Jahr in die gleiche Richtung schaut und dabei eher Planeten mit kurzen Umlaufzeiten aufspürt, blickt Kepler bis zu vier Jahre in ein und dieselbe Himmelsregion und findet so auch Planeten mit längeren Umlaufzeiten. Aber auch dieses Verfahren hat seine Grenzen. Ein Planet wie Jupiter würde das Licht eines sonnengroßen Sterns um nur ein Prozent verdunkeln. Der Effekt eines erdgroßen Planeten wäre noch hundertmal kleiner.

Aus der Masse und der Größe der Exoplaneten kann die Dichte berechnet werden.

Die wiederum gibt Hinweise darauf, ob der ferne Himmelskörper aus Gas, Eis oder Fels besteht. nes


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