Fachhochschulen : „Hochschulen spielen nicht in Fußballliga“

Der Fachhochschul-Verbund "UAS7" wehrt sich gegen den Vorschlag des neuen Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz, Horst Hippler, forschungsstarke FHs könnten in die Liga der Unis aufsteigen. Die Fachhochschulen wollen an ihrem Profil festhalten.

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Fachhochschulen mit sehr guten Forschungsleistungen könnten den Universitätsstatus erhalten, schwache Unis dagegen zu FHs herabgestuft werden – das hat der neue Präsident der Hochschulrektorenkonferenz, Horst Hippler, vorgeschlagen. Der Verbund „UAS7“, in dem sieben FHs zusammengefasst sind, protestiert nun gegen Hipplers Vorstellungen. „Das Hochschulsystem ist nicht die Deutsche Fußballliga“, heißt es in einer Erklärung der UAS7 (UAS steht für „University of Applied Sciences“). Die Idee, „schlechte“ Unis könnten in die Liga der FHs absteigen, zeuge von einem „mangelnden Verständnis für die Ausdifferenzierung des deutschen Hochschulsystems“. Hippler habe „ein hierarchisches Verständnis des Verhältnisses von Universitäten und Fachhochschulen, das nicht sachgerecht ist“.

Die FHs des Verbunds – dazu gehört die Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin – würden ihren engen Anwendungsbezug und ihre Profilierung durch gute Lehre gar nicht aufgeben wollen, um zur Universität zu werden. Als „große Hochschulen für angewandte Wissenschaften mit deutlichem Forschungsprofil“ seien sie vielmehr Teil eines differenzierten Hochschulsystems. Unis mit nur geringer Forschungsleistung wiederum könnten gar nicht FHs werden, weil ihnen der Anwendungsbezug und die externe Berufspraxis ihrer Professoren fehle. Begrüßt wird der Vorschlag Hipplers, das Promotionsrecht für forschungsschwache Unis zu überprüfen.

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