Wissen : Farben der Urvögel entschlüsselt Metallspuren verweisen auf Muster des Gefieders

Mithilfe von Metallspuren haben Forscher Farbmuster von Urvögeln rekonstruiert, die zu Zeiten der Dinosaurier durch die Lüfte flogen. So fanden sie bei einem 120 Millionen Jahre alten Fossil von Confuciusornis sanctus (C. sanctus) Reste von Kupfer. Bei dem Tier handelt es sich um den ältesten bekannten Vogel mit Schnabel. Kupfer spiele eine Rolle bei der Produktion von braunen und schwarzen Pigmenten, berichten die Forscher um Uwe Bergmann vom National Accelerator Laboratory in Stanford (Kalifornien) im Fachblatt „Science“.

Sie nutzten zur Untersuchung der Fossilien eine spezielle Röntgentechnik. „Wir konnten zeigen, dass die Daunenfedern am Hals sowie die Enden der Flügel und der beiden langen Schwanzfedern mehr Kupfer enthalten, und somit wahrscheinlich dunkler waren als der Rest des Federkleids“, sagt Bergmann. Kupfer ist wichtig für die Produktion von Eumelanin, das beispielsweise für die dunkle Färbung von menschlichen Haaren, der Haut von Reptilien und eben Vogelfedern verantwortlich ist.

Die Forscher untersuchten zudem eine 105 Millionen Jahre alte Feder von Gansus yumenensis und verglichen die Ergebnisse mit dem Gefieder noch lebender Vögel. Farbmuster von Tieren spielen eine Rolle bei einer Reihe von Verhaltensweisen, etwa Tarnung, Kommunikation und der Suche nach einem Partner.

Bergmann zufolge haben die Wissenschaftler in dem Fossil von C. sanctus Elemente wie Zink und Kupfer sichtbar gemacht. Kalzium wurde unter anderem am Schnabel und Skelett des Tieres nachgewiesen. „Dies ist ein Hinweis auf eine gut erhaltene Knochenstruktur“, erläutert der Wissenschaftler.

Das Team nutzte ein spezielles Röntgenverfahren, mit dem es verschiedene chemische Elemente zum Fluoreszieren brachte. Forscher hatten zuvor in Fossilien bereits Melanosomen gefunden, in denen Melaninpigment hergestellt und aufbewahrt wird. Aufgrund deren Form zogen sie Rückschlüsse auf die womöglich enthaltenen Farben. dpa

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