Reine Formsache - Folge 1 : Plädoyer für die gute Mischung

Wer abnehmen will muss neben dem Sport auch seine Ernährung umstellen. Ulrike Laun, Chefin der „Landlust Körzin", weiß wie man ausgewogen, aber lecker speist. Im Text finden Sie den Link zu den Rezepten.

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Ulrike Laun ist Küchenchefin der "Landlust" Körzin. Sie hat ein paar Rezepte in petto, die fit halten. Foto: promo
Ulrike Laun ist Küchenchefin der "Landlust" Körzin. Sie hat ein paar Rezepte in petto, die fit halten.Foto: promo

Gute Ernährung fängt für sie bei den richtigen Produkten an: sorgsam betreute Pflanzen, Tiere wie das Linumer Wiesenkalb oder das Havelländer Apfelschwein, die Zeit fürs Aufwachsen im Freiland hatten und bestes Naturfutter bekommen. „Ich stamme aus einem kleinen Dorf in Franken. Dort war für den Bauen noch jede Kuh kostbar. Heute müssen wir Werte erst wieder entdecken – auch beim Essen“, sagt Ulrike Laun, 50, Chefin der „Landlust Körzin“, einem lohnenden Ausflugsziel bei Beelitz mit Restaurant, Laden und Ferienwohnungen. Sie ist ein bekennender Genussmensch. Und ausgewogen bedeutet für sie die gute Abwechslung: vegetarische Gerichte, Fisch und Fleisch, alles in Maßen genossen. So hält sie es auch in ihrem Restaurant; ihre Karte wechselt wöchentlich.

Die Rezepte zum Nachkochen finden Sie hier.

Die drei Mahlzeiten für einen gesunden Fitnesstag, die sie zu dieser Serie beisteuert, bringen den Stoffwechsel in Schwung. Morgens ein Müsli mit Trauben, Nüssen und in Apfelsaft eingeweichten Haferflocken – „ich mag es gern saftig“ –, dazu einen Smoothie aus Ananas, Kiwi und Ingwer. „Ein schöner Start in den Tag, das macht gute Laune“, sagt Ulrike Laun. Das Ganze kann man schon abends vorbereiten. Mittags serviert sie ein Selleriesüppchen mit Chili – süß-scharf, weil das auf Touren bringt – und ein knackig belegtes Vollkornbrötchen. „Ein schnelles, einfaches Gericht.

Das entspricht dem Rythmus von Berufstätigen, und es belastet nicht.“ Am Abend dann darf genossen werden: Rinderfilet mit Süßkartoffeln und Paprikagemüse. „Fruchtig und saftig“, sagt sie, „und kohlenhydratarm.“ Denn Kohlenhydrate versucht Laun am Abend zu vermeiden. In die Suppe am Mittag kommt etwas Sahne, das Filet wird mit Rapsöl angebraten. „Fettarm“, sagt sie, „ist in meinen Augen nicht der richtige Ansatz. Vernünftige Fette, vor allem hochwertige Pflanzenöle, braucht der Körper.“ Ulrike Laun empfiehlt regionale Zutaten, Kräuter zieht sie gern selbst. Die, sagt die frühere Modedesignerin und Kosmetikerin, schulten die Geschmacksnerven. „Viele Leute nehmen ja nur noch süß und salzig wahr.“ Zum Beispiel darum hat sie derzeit Bitterstoffe auf der Karte: Grapefruit und Chicorée.

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