Flüchtlinge an der Hertie School of Governance : Gesellschaftskunde für Geflüchtete

Die Berliner Hertie School of Governance öffnet Türen für 15 Flüchtlinge – und stellt dabei hohe Ansprüche.

Hannah Hübner
Foto: promo/Peter Himsel

An der Hertie School of Governance sollen jetzt Flüchtlinge in das politische System Deutschlands und die Grundlagen einer demokratischen Zivilgesellschaft eingeführt werden. Die private Berliner Hochschule bietet vom 26. Oktober bis zum 5. Dezember 2015 ein Lehrangebot mit Deutschkurs und einem englischsprachigen Seminar „German Politics and Society“ an. „Migration und Integration beschäftigen uns in Lehre und Forschung, auch unsere öffentlichen Diskussionsveranstaltungen zur Flüchtlingskrise sind sehr gut besucht“, sagt Regine Kreitz, Leiterin Kommunikation der Hertie School. Daher sei es der Hochschule ein Anliegen gewesen, auch den Flüchtlingen selbst ein schnelles und sinnvolles Angebot zu machen. Die Teilnehmer sollen den Alltag an der Hertie School kennenlernen, mit Studierenden und Lehrenden zusammenkommen. Nach dem Schnupperkurs können sich Interessierte um eine Gasthörerschaft und, wenn die Voraussetzungen gegeben sind, auch um ein Stipendium für einen regulären Studienplatz bewerben, sagt Kreitz. 

Maximal 15 Flüchtlinge will die Hertie School zunächst aufnehmen. Dabei hat sie hohe Ansprüche für den Kurs: Die Geflüchteten müssen über die allgemeine Hochschulreife verfügen, sehr gute Englischkenntnisse vorweisen, und sie sollten sich mit einem Motivationsschreiben und einem kurzen Lebenslauf per E-Mail vorstellen. Die Resonanz sei gut, sagt Kreitz. Bis zum Bewerbungsschluss am 15. Oktober hätten sich 40 Interessenten gemeldet, überwiegend syrische Flüchtlinge. Alle würden zu einem persönlichen Gespräch eingeladen.

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