Wissen : Forscher wollen längere Exzellenz Wolken leuchten in der Nacht

An der Grenze zum Weltraum. Leuchtende Wolken bilden sich in großer Höhe. Foto: dpa
An der Grenze zum Weltraum. Leuchtende Wolken bilden sich in großer Höhe. Foto: dpaFoto: dpa

Der Präsident der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), Matthias Kleiner, fordert eine langfristige Perspektive für die Projekte der Exzellenzinitiative. Für Exzellenzcluster – große Forschungsvorhaben – und Graduiertenschulen sollten auch über die zweite Runde des Wettbewerbs hinaus Mittel zur Verfügung stehen, sagte Kleiner anlässlich der Jahrestagung der DFG: „Damit die Landkarte der Exzellenz sich dynamisch weiterentwickeln kann, sollten die jetzigen Mittel der DFG auch langfristig für derartige Förderformate zur Verfügung stehen.“ Die viel diskutierte Beteiligung des Bundes an der Finanzierung von Unis könne durch die im Hochschulpakt enthaltene Programmpauschale für DFG-Projekte erfolgen. „Eine deutliche Erhöhung dieser Pauschale wäre ein eleganter Weg, wenn der Bund den Universitäten helfen möchte.“ Auch beim „Pakt für Forschung und Innovation“ sei eine Fortschreibung über fünf Jahre hinaus notwendig. aml

Nachtschwärmer können in den nächsten Wochen ein seltenes Naturschauspiel am Himmel erleben: Mit etwas Glück sind nachtleuchtende Wolken zu sehen. Voraussetzung sei allerdings eine sternenklare Nacht, denn die nachtleuchtenden Wolken bildeten sich in einer Höhe von 85 Kilometern und damit weit über der normalen Wolkendecke, sagt der Meteorologe Michael Theusner vom Klimahaus Bremerhaven. Zu sehen ist die nachtleuchtende Wolke in den späten Abend- und frühen Morgenstunden nur im Sommer in unseren Breiten. Die Erklärung des Phänomens ist nach Worten des Wissenschaftlers ganz einfach: „Die Wolken befinden sich so weit oben in der Atmosphäre, dass sie praktisch die ganze Nacht von der Sonne angeleuchtet werden, während bei uns am Boden Dunkelheit herrscht.“ Dokumentiert wurden nachtleuchtende Wolken erstmals 1885. Inzwischen seien sie häufiger als noch vor 10 bis 20 Jahren zu sehen. Das hänge wahrscheinlich mit dem Klimawandel zusammen, vermutet Theusner. dpa

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