Forschung : Berlin bewirbt sich um Deutsches Demenzzentrum

Berlin möchte den Hauptsitz des ''Deutschen Demenzzentrums'' an die Spree holen. Bundesforschungsministerin Annette Schavan will das Zentrum 2009 neu einrichten und mit bis zu 60 Millionen Euro im Jahr fördern.

Tilmann Warnecke

Forschungsstaatssekretär Hans-Gerhard Husung sagte gestern im Wissenschaftsausschuss des Abgeordnetenhauses, er sehe „reelle Chancen“ für den Berliner Antrag. Die Konkurrenz sei allerdings sehr stark.

Unter dem Dach des neuen Zentrums will Schavan Forschungen zu Krankheiten wie Alzheimer und Parkinson bündeln. Das Zentrum soll der Helmholtz-Gemeinschaft angehören, neben dem Hauptsitz sollen auch mehrere andere Institute als Nebenstandorte fungieren. Mitte letzter Woche hätten die Universitätsklinika in Deutschland aus dem Hause Schavans die Ausschreibungsunterlagen erhalten, sagte Husung. Federführend für die Berliner Bewerbung sei die Charité. Der Antrag müsse bis Ende Februar eingereicht sein, dann werde es eine Vorauswahl geben. Die Bewerber, die in die engere Auswahl kommen, müssten ihr Konzept im März dem Bundesforschungsministerium präsentieren.

Husung sagte, bereits im vergangenen Oktober – kurz nach der Ankündigung Schavans, ein Forschungszentrum für Demenz einrichten zu wollen – habe sich der Senat mit den maßgeblichen Wissenschaftlern getroffen, um eine Strategie für den Antrag zu entwickeln. Seitdem werde die Bewerbung vorbereitet. Der Senat nutze auch alle Möglichkeiten, um in „informellen Kreisen“ für Berlin als Standort zu werben.

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