Forschung und Lehre bis 2025 : Was der Wissenschaftsrat empfiehlt

Zukunftspakt, Merian-Professuren und Liebig-Zentren: Mitte Juli hat der Wissenschaftsrat umfangreiche Empfehlungen zur Zukunft der Wissenschaftslandschaft abgegeben.

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Der Wissenschaftsrat, dem Wissenschaftler und die Wissenschaftsminister von Bund und Ländern angehören, hat Mitte Juli seine Empfehlungen für die Wissenschaftspolitik bis 2025 vorgelegt. Er empfiehlt, dass die Regierungschefs von Bund und Ländern ein ganzes Paket von Maßnahmen beschließen, einen großen „Zukunftspakt“. Die Länder sollen sich damit auch verpflichten, die Mittel für die Grundfinanzierung ihrer Hochschulen um einen Prozentpunkt oberhalb der Kostensteigerung anzuheben. Die Zuwächse für die Außeruniversitären sollen sich an denen für die Hochschulen orientieren.

Der Exzellenzwettbewerb soll nicht fortgesetzt werden. Die jetzigen elf „Exzellenzunis“, die sich mit ihren „Zukunftskonzepten“ durchgesetzt haben, sollen sich bei der DFG um Geld zur weiteren „Profilbildung“ bewerben können. Zudem wird den Sitzländern empfohlen, die Bundesmittel selbst zu verstetigen. Um die Fortführung der Cluster und Graduiertenschulen sollen sich Unis bei der DFG bewerben können.

Als neue Instrumente zur Förderung schlägt der Wissenschaftsrat „Merian-Professuren“ und „Liebig-Institute“ vor. Hochschulen, die sich darum bewerben wollen, sollen ein „Profilierungskonzept“ vorweisen können. Die „Merian-Professuren“ sollen mit einer Million Euro jährlich ausgestattet sein, bis zu 250 sollen in den kommenden zehn Jahren geschaffen werden. Die bis zu 50 „Liebig-Zentren“ sollen verschiedene Fächer oder Fakultäten umfassen, „die neuartige Leistungen beispielsweise in Lehre oder Forschung erbringen können“. Außeruniversitäre Gruppen oder ganze Einrichtungen können so in die Hochschule integriert werden. Die Zentren sollen direkt dem Uni-Präsidium unterstellt sein. Sie sollen jährlich fünf bis acht Millionen Euro erhalten und möglichst auf Dauer in den Unis institutionalisiert werden.

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