Wissen : Für mehr Deutsch in der Wissenschaft

Der Präsident des Goethe-Instituts, Klaus-Dieter Lehmann, will dem Deutschen als Wissenschaftssprache wieder mehr Geltung verschaffen. An deutschen Universitäten sollte in der Lehre entgegen früheren Ansätzen vor allem Deutsch gesprochen werden, sagte Lehmann anlässlich eines Kongresses über „Deutsch in den Wissenschaften“ am Donnerstag in Essen. Das gelte auch für Gastwissenschaftler. „Es gab eine Zeit lang die Situation, dass wissenschaftliche Organisationen den Eindruck vermittelt haben, mit Englisch kann man in Deutschland leben, studieren und forschen.“ Doch das sei der falsche Weg. Lehmann forderte die EU-Kommission und europäische Verleger zudem auf, Datenbanken für den Nachweis wissenschaftlicher Publikationen in anderen Sprachen als dem Englischen aufzubauen. „Dann ist das Renommee der Wissenschaftler nicht mehr an die englische Sprache gebunden“, sagte Lehmann. Ihm gehe es um Mehrsprachigkeit. dpa

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