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Gastbeitrag zum Ärztemangel in Deutschland : Neue Mediziner braucht das Land

Auf dem Land fehlen Allgemeinmediziner, und die Situation wird sich weiter verschärfen. Jetzt sind auch die Universitäten sind in der Pflicht, mehr Landärzte hervorzubringen. Ein Gastbeitrag von Martin Butzlaff, Präsident der Uni Witten.

Martin Butzlaff
Martin Butzlaff
Martin Butzlaff, Präsident der Universität Witten/Herdecke.Foto: Promo

Die Menschen auf dem Land sorgen sich um eine gute ärztliche Versorgung. Von Ostfriesland bis Vorpommern, von der Lausitz bis nach Unterfranken – es fehlt an praktisch tätigen Hausärzten. Und diese Situation wird sich in den kommenden Jahren weiter verschärfen. Etwa ein Drittel der Allgemeinmediziner wird in den nächsten sechs Jahren das Pensionsalter erreichen. Viele von ihnen, insbesondere auf dem Land, werden keinen Nachfolger für ihre Praxis finden.

Viele Ärzte, aber ungleich verteilt

Im internationalen Vergleich haben wir zwar viele Ärzte in Deutschland. Aber: Die große Zahl der insgesamt 360 000 berufstätigen Mediziner ist sehr ungleich verteilt. In den städtischen Ballungszentren und in einigen Spezialdisziplinen haben wir eher zu viele Ärzte. In vielen ländlichen Regionen jedoch – und hier vor allem in den neuen Bundesländern – gibt es keine gute Versorgung mehr, weil der Nachwuchs an allgemein- und hausärztlich tätigen Medizinern ausbleibt.

Eine alleinige Absenkung des Numerus clausus für das Studienfach Humanmedizin, die immer wieder gefordert wird, ändert an dieser Problemstellung des „regionalen Ärztemangels“ nichts. Und selbst wenn man die Zahl der Studienplätze deutlich steigern würde, bestünde die Gefahr, dass wir nur noch mehr hoch spezialisierte Fachärzte für München, Düsseldorf und Hamburg „produzieren“. Um dem Problem des in Teilen des Bundesgebietes bereits bestehenden Ärztemangels sinnvoll zu begegnen, gilt es vor allem, die Anreize für die medizinische Ausbildung und für die Berufspraxis so zu setzen, dass unsere Ärzte überwiegend da arbeiten, wo sie gebraucht werden.

Nicht nur Numerus clausus als Auswahlkriterium

Dazu drei Vorschläge. Erstens: Einen gesicherten Studienplatz in der Humanmedizin erhält heute, wer sein Abitur mit der Gesamtnote 1,0 bis 1,2 besteht. Die Abiturnote ist ein guter Vorhersagewert für die Bewältigung des lernintensiven Medizinstudiums. Es gibt jedoch keinen Nachweis dafür, dass die Abiturnote auch ein guter Vorhersagewert für eine erfüllende Karriere als Arzt in der Patientenversorgung oder als (Haus-)Ärztin wäre. Eine intensive Auseinandersetzung mit dem Arztberuf sollte nach Möglichkeit noch vor der mindestens ein Jahrzehnt dauernden Ausbildung – sechs Jahre Studium plus vier bis sechs Jahre Facharztausbildung – beginnen. Hier kann ein Praktikum im Altenheim, eine Erfahrung als Sanitätshelfer oder ein freiwilliges soziales Jahr als Vorbedingung sehr hilfreich sein. Ein weiteres sinnvolles Auswahlkriterium: eine erste spürbare Reflexionsfähigkeit, die eigenen Grenzen kennen und respektieren zu lernen. Diese persönlichen Motive sind nur im unmittelbaren Dialog und im persönlichen Gespräch erkennbar.

Zweitens: Das Forschungsprofil der 38 deutschen Medizinfakultäten umfasst immer wieder die gleichen Themen: Herz-Kreislauf-Medizin, Krebsforschung, molekulare Medizin. Ohne Frage wichtige Forschungsschwerpunkte. Und dennoch: Die Allgemeinmedizin, die Versorgungsforschung und die wichtige Ausbildung der Hausärzte sind dabei immer noch Stiefkinder. Eine gestärkte universitäre Ausstattung, Leistungsfähigkeit und Sichtbarkeit der Allgemeinmedizin an den medizinischen Fakultäten hätte eine sehr wünschenswerte „Nebenwirkung“: Reputationsgewinn.

Ärzte mit Fantasie locken

Drittens: Vor Ort braucht es nach dem Studium auch konkurrenzfähige Arbeitsbedingungen. Trotz vieler ermutigender Schritte ist die „sprechende Medizin“ in der Honorierung von Hausärzten noch immer nicht auf Augenhöhe mit den technisch aufwendigeren Fächern. Hier ist in den Verteilungsauseinandersetzungen der Ärzteschaft die Allgemeinmedizin auch weiterhin zu stärken. Die Gemeinden selbst können kreativer und fantasievoller werden, wenn es gilt, tüchtige Ärztinnen und Ärzte für die Versorgung ihrer Bürger zu gewinnen. Hier kann mit guten Mietkonditionen, Grundstücken, Patientenparkplätzen etc. viel getan werden. Schließlich sollen die jungen Nachwuchsärztinnen und ihre Familien nicht nur kommen. Sie sollen auch bleiben.

(Der Autor ist Präsident der Universität Witten/Herdecke.)

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