Gehirn : Doping mit Epo stärkt das Gedächtnis

Das Hormon Erythropoetin, besser bekannt als Epo, wird in der Medizin und beim Sportdoping eingesetzt, um die Blutbildung zu fördern. Doch es hat noch einen weiteren Effekt: Es verbessert das Gedächtnis. Das beobachteten Ärzte bei Menschen mit Nierenversagen, die Epo gegen Blutarmut erhielten. Forscher um Bartosz Adamcio vom Max-Planck-Institut für Experimentelle Medizin in Göttingen haben nun bei Versuchen mit Mäusen herausgefunden, dass Epo direkt aufs Gehirn wirkt. Wie die Wissenschaftler im Fachblatt „BMC Biology“ berichten, regt das Hormon Lernvorgänge im Hippocampus an – einer Hirnregion, die für die Gedächtnisbildung von entscheidender Bedeutung ist. Mäuse, denen man drei Wochen Epo gegeben hatte, konnten deutlich besser lernen. Der Effekt schwand vier Wochen nach der letzten Epo-Gabe. Nun hoffen die Forscher, dass die Behandlung von Hirnkrankheiten wie Alzheimer, Schizophrenie und Multiple Sklerose verbessert werden könnte. wez

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