Genetischer Fingerabdruck : Verräterisches Stottern im Erbgut

Bei der klassischen Erstellung eines DNS-Profils konzentrieren sich Forensiker nach neuestem Standard auf 16 Abschnitte im Genom, die keine Information über äußerliche Merkmale tragen. Sie werden als „STRs“ (short tandem repeats) bezeichnet: kurze DNS-Wiederholungssequenzen, die in ihrer Anzahl von Person zu Person stark variieren. Vereinfacht kann man sich die STRs als „individuelles Stottern der Erbinformationen“ vorstellen.

Bei der DNS-Analyse kann zusätzlich das Geschlecht bestimmt werden. Dabei wird das Amelogenin-Gen angeschaut, das die Bauanleitung für ein bestimmtes Protein des Zahnschmelzes ist. Der Unterschied besteht darin, dass das auf dem Y-Chromosom der Männer liegende Amelogenin-Gen sechs Basenpaare länger ist als das gleiche Gen auf den X-Chromosomen. (uge)

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