Geologie : Wie die Indianer zum Salz kamen

Auch die nordamerikanischen Indianer wussten Ressourcen zu nutzen. Zu diesem Schluss kommen zwei US-Forscher nach der Untersuchung eines mit metergroßen Vertiefungen übersäten Felsplateaus in Kalifornien.

Ihrer Ansicht nach handelt es sich dabei nicht um eine Laune der Natur, sondern um eine indianische Saline. „Eine Anlage von solchen Ausmaßen lieferte viel mehr Salz, als der örtliche Stamm für Kochen, Konservieren von Lebensmitteln und für das Anlocken von Jagdwild benötigte“, sagt James Moore vom US Geological Survey. Der Überschuss des wertvollen Guts wurde vermutlich für den Handel mit anderen Stämmen genutzt.

Die Saline befindet sich in der Sierra Nevada auf einem Granitplateau, wo es einen stark salzhaltigen Wasserlauf gibt. Die einheitliche Größe der 369 runden, etwa 80 Zentimeter tiefen Becken, ihre glatte Innenfläche und die regelmäßige Anordnung sprächen für eine von den kalifornischen Miwok angelegte Struktur, berichten die Forscher. Wahrscheinlich seien die Becken mit dem salzigen Wasser gefüllt worden, um nach dessen Verdampfung die Salzkruste zu ernten. JKM

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