Geologie : Zivilisation übertönt Erdbeben

Das Tun und Treiben des Menschen schlägt sich selbst in den Aufzeichnungen geologischer Aktivität nieder. Amerikanische Geowissenschaftler haben ermittelt, dass frühmorgens und sonntags besonders viele Erdbeben registriert werden.

Der wahrscheinliche Grund: In der übrigen Zeit werden schwache Beben durch Pendler, schwere Maschinen und vibrierende Hochhäuser regelrecht übertönt.

Stephen Gao von der Universität Missouri und sein Team analysierten einen Katalog, in dem für den Südwesten der USA seit 1963 rund 800 000 Beben einer Magnitude von mindestens 1,0 verzeichnet sind. Um die Daten vergleichbar zu machen strichen die Forscher zunächst alle wahrscheinlichen Nachbeben schwerer Erdstöße und fahndeten dann unter den verbliebenen 443 428 Beben nach zeitlichen Rhythmen. Tatsächlich fanden sie in dem „Grundrauschen“ zwei Muster, die eine Häufung von Beben alle 24 Stunden beziehungsweise alle sieben Tage zeigte, berichten die Forscher im Fachblatt „Bulletin of the Seismological Society of America“. An Sonntagen wurden rund fünf Prozent mehr Beben registriert als an Wochentagen und in den frühen Morgenstunden rund neun Prozent mehr als tagsüber. JKM

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