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Gesundheit : Mit Bewegung zu besseren Schulnoten

02.01.2013 00:00 Uhr

Gute Motorik deutet auf gute Lernleistungen hin. Diesen Schluss legt eine Studie mit mehr als 8000 jungen Finnen nahe.

Weniger essen und mehr Sport treiben: Ein noch besserer Vorsatz fürs neue Jahr wäre es zudem, die Motorik von Kindern stärker zu fördern. Das könnte einen Langzeiteffekt haben, der sich nicht nur auf der Waage bemerkbar macht, sondern auch auf dem Schulzeugnis, wie europäische Forscher im Fachjournal „PNAS“ berichten. Auf schwache motorische Fähigkeiten in der Kindheit folgen demnach im Jugendalter häufig Übergewicht, geringe Bewegung und ein weniger fittes Herz-Kreislauf-System. Zumindest Bewegungsmangel und Fettleibigkeit hängen wiederum oft mit schlechteren Schulleistungen zusammen. Das Team um Marko Kantomaa vom finnischen Forschungszentrum für Sport- und Gesundheitswissenschaften hatte dafür Daten von 8061 Menschen ausgewertet, die 1985 oder 1986 geboren worden waren.

Die motorischen Fähigkeiten galten zum Beispiel als schwach, wenn das Kind oft an etwas anstieß oder fiel, wenn es einen Ball nicht gut fangen konnte, wenn es ungelenk mit einem Stift schrieb oder wenn es Schnürsenkel nicht gut zubinden konnte. Bei der Untersuchung stellten sich auch kleine Geschlechtsunterschiede heraus: Im Alter von 8 Jahren hatten die Jungen weniger motorische Fähigkeiten als die Mädchen. Die Nachfolgeuntersuchung im Alter von 16 Jahren ergab: Mehr Jungen als Mädchen waren fettleibig und die Jungen hatten in der Schule schlechtere Durchschnittsnoten als die Mädchen. Die Ergebnisse unterstreichen nach Angaben der Forscher frühere Untersuchungen, denen zufolge Bewegung gut für die kognitive Entwicklung eines Kindes und dessen spätere akademische Leistung ist.

Nach Schätzungen bewege sich weltweit nur jedes dritte Kind ausreichend. Deswegen warnen die Forscher: „Mangelnde motorische Aktivität in den ersten Schuljahren kann dazu beitragen, das Kind auf eine negative Entwicklungsbahn zu setzen.“ dpa

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