Wissen : Gesundheit und zivile Sicherheit Deutsch-Israelisches Wissenschaftsjahr 2008

Bundesforschungsministerin Annette Schavan und ihr israelischer Amtskollege Galeb Majadle eröffnen am morgigen Dienstag in Berlin das Deutsch-Israelische Wissenschaftsjahr. Ein Schwerpunkt ist die Förderung der Zusammenarbeit von Nachwuchswissenschaftlern beider Länder. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) schreibt im November erstmals einen Förderpreis „für zwei leistungsstarke Teams“ in den Geistes- und Sozialwissenschaften aus. Der Preis ist mit 400 000 Euro dotiert; im jährlichen Wechsel können sich ab 2009 auch Natur- und Lebenswissenschaftler bewerben, heißt es im BMBF.

Zuwachs bekommen auch die deutsch-israelischen Minerva-Forschungszentren. Die Gründung eines neuen, mit zwei Millionen Euro ausgestatteten Zentrums für Geistes- und Sozialwissenschaften soll im Wissenschaftsjahr auf den Weg gebracht werden. Derzeit gibt es in Israel 37 Minerva-Zentren an acht Forschungsinstitutionen in Israel; sie werden von der Minerva-Stiftung finanziert, einer Tochter der Max-Planck-Gesellschaft

Die Forschungsbeziehungen zwischen beiden Ländern sollen unterdessen neu ausgerichtet werden, erklärt das BMBF. Bislang wurden sie von kooperierenden Wissenschaftseinrichtungen getragen und konzentrierten sich auf die Grundlagenforschung. Künftig sollen vorrangig anwendungsorientierte Forschungsprojekte gefördert werden, vor allem in der Gesundheits- und Umweltforschung, in den Bereichen Gesellschaft und Kultur sowie in der zivilen Sicherheitsforschung. -ry

Weitere Informationen im Internet:

www.gist2008.com

0 Kommentare

Neuester Kommentar