Wissen : Glänzende Biochemie

Dagny Lüdemann

Ein grün leuchtendes Eiweiß einer Qualle ist der Stoff, mit dem Biologen Zellen sichtbar machen. Für die Entwicklung dieses Werkzeugs erhalten der Japaner Osamu Shimomura und die Amerikaner Martin Chalfie und Roger Tsien den Nobelpreis in Chemie.

Der in Kyoto geborene Osamu Shimomura (80) promovierte nach dem Pharmaziestudium und dem Wechsel zur Chemie 1960 an der Nagoya-Universität. Er forschte an den US-Universitäten Princeton und Boston und ist heute emeritierter Professor am Laboratorium für Marine-Biologie in Woods Hole und an der Boston University Medical School in Massachusetts.

Martin Chalfie, 1947 in Chicago geboren, schlug nach dem Biochemiestudium keine klassische Forscherkarriere ein: Er arbeitete in der Textilfabrik seiner Eltern und jobbte in Laboren, bevor er 1977 in Harvard seinen Doktor in Neurobiologie machte. An der britischen Cambridge-Universität forschte er im Team von Sydney Brenner – Nobelpreisträger für Medizin im Jahr 2002 – an Fadenwürmern. Heute ist Chalfie Professor an der Columbia-Universität in New York – der Stadt, in der Roger Tsien geboren wurde. Tsien studierte Chemie und Physik in Harvard und ging zur Promotion an die britische Cambridge-Universität. Bis 1989 war er Professor an der Universität Kalifornien in Berkeley, bevor er nach San Diego wechselte. Dagny Lüdemann

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