Wissen : Große Banken geben teure Studienkredite

Die überregionalen Studienkredit-Programme großer Banken sind vergleichsweise teuer und risikoreich für Studierende, die sich Geld leihen wollen. Zu diesem Ergebnis kommt ein neuer Test des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE), bei dem 38 Kreditprogramme untersucht wurden. Die Angebote großer Institute wie der KfW-Bankengruppe, der Deutschen Bank oder der Berliner Sparkasse landeten fast durchgehend in der Mittel- oder Schlussgruppe, wenn es um die Kosten und die Risikobegrenzung der Darlehen geht. Schwach schnitten auch die Studiengebührenkredite mehrerer Landesbanken ab. Günstiger sind die Angebote kleinerer regionaler Banken.

Das CHE untersuchte die Darlehen nach 16 Kriterien. Besonders teure Zinsen nehmen die Berliner Bank und die Berliner Sparkasse. Ihre Programme liegen mit 7,11 Prozent (Berliner Bank) und 7,22 bis 8,25 Prozent (Berliner Sparkasse) bundesweit an der Spitze. Im Vergleich zum letzten Jahr hätten einige Anbieter die Zinsen angehoben, heißt es, allerdings hätten einzelne auch die Sätze gesenkt. Positiv bewertet das CHE, dass die Banken die Kredite fast durchgehend unabhängig vom Studienfach und Sicherheiten der Eltern vergeben. Auch hätten Studierende oft die Möglichkeit, Aus- und Rückzahlungen flexibel zu gestalten. Das CHE rät Studierenden, die Angebote sorgfältig zu prüfen. Für verschiedene „Studierendentypen“ seien unterschiedliche Darlehensprogramme zu empfehlen. tiw

Der Test im Internet:

www.che-studienkredit-test.de

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