Wissen : Harvard wirbt Ehemalige als Onlinetutoren

Eine ungewöhnliche E-Mail bekamen dieser Tage Alumni der US-Eliteuni Harvard. Die Uni fragte darin an, ob sich Ehemalige ehrenamtlich für Onlinekurse Harvards einsetzen könnten. Das berichtet die „New York Times“. Alumni könnten etwa als Onlinetutoren oder Leiter von Diskussionsgruppen arbeiten.

Hintergrund ist der große Erfolg von „Massive Open Online Courses“ (MOOC), die gerade US-Unis immer häufiger anbieten. Die MOOCs sind kostenlos. Oft schreiben sich weltweit Zehntausende für einen Kurs ein. Harvard sucht jetzt zunächst Unterstützer für den Kurs „The Ancient Greek Hero“, der Mitte März startete und für den sich allein 27 000 Interessenten anmeldeten. Die Uni bittet dabei Alumni um Hilfe, die den Kurs in der Vergangenheit im herkömmlichen Präsenzbetrieb belegt hatten. Der Onlinekurs basiert auf einer Lehreinheit des Gräzisten Gregory Nagy, die dieser schon seit fast drei Jahrzehnten in Harvard unterrichtet.

Eine Herausforderung für die MOOC-Anbieter ist naturgemäß, dass die Studierenden nicht alle persönlich mit der Professorin oder dem Professor kommunizieren können. Oft diskutieren die Teilnehmer ausgiebig in Onlineforen. Die Alumni sollen nun aufpassen, dass die Diskussionen nicht völlig „aus dem Ruder laufen“, wie es heißt. Die Alumni sollen etwa mit gezielten Fragen die Gespräche leiten oder besonders intelligente Kommentare von Studierenden herausheben. tiw

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