Hintergrund : Mondwasser

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Woher kommt das Wasser auf dem Mond? Zwei Ursachen gelten als wahrscheinlich. Einerseits könnte Wasser von Kometen oder Meteoriten zum Mond gebracht worden sein. Vor allem in der Frühphase des Sonnensystems waren massenhaft Boliden in der Gegend unterwegs, die viel Materie verteilten.

Eine andere Möglichkeit, die Wissenschaftler diskutieren, ist der Sonnenwind. Er enthält unter anderem Protonen (Wasserstoffkerne) und die haben so viel Energie, dass sie Sauerstoffatome aus dem Mondgestein herausschlagen und sich mit ihnen zu Wasser verbinden könnten.

Als „nass“ kommt H2O auf dem Mond nicht vor. Es ist entweder als Dampf anzutreffen – der sich aber bald ins All verflüchtigt – oder als Eis. Im festen Zustand kann es nur in sehr kalten und sonnenlichtgeschützten Ecken überdauern. Weil die Drehachse des Mondes fast gar nicht gekippt ist, gibt es in den Polargebieten viele Krater, an deren Grund niemals die Sonne hinkommt.

Wassereis ist nicht nur am Südpol vorhanden. Im März wurden Daten der indischen Sonde „Chandrayaan-1“ vorgestellt, wonach es auch am Nordpol mehrere Millionen Tonnen Eis gibt. Dass der Mensch diese Vorkommen demnächst anzapfen könnte, ist jedoch äußerst unwahrscheinlich.

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