Historikertag : Entgrenzte Geschichte

DDR-Nostalgie? Fehler im deutschen Einigungsprozess? „Das Gemurmel verstummt, je mehr seriöse Erinnerungsarbeit geleistet und je mehr historische Forschung betrieben wird“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Dienstagabend bei der Eröffnung des 48. Deutschen Historikertages in Berlin. Merkel dankte den Historikern im Congress Center für ihren „klaren Blick auf diese wichtige Phase unserer Geschichte“. Eine Gesellschaft brauche Geschichtsbewusstsein, „um integrativ zu sein“. Als Aufgabe von historischer Bedeutung bezeichnete Merkel „die dauerhafte Stabilisierung der öffentlichen Haushalte“. Die volkswirtschaftliche Substanz müsse so gestärkt werden, „dass wir den demografischen Wandel bewältigen können, ohne gesellschaftlichen Wohlstand aufzugeben.“

Der Historikertag steht unter dem Motto „Über Grenzen“, es geht um ihren Einfluss auf gesellschaftliche und politische Entwicklungen. Der Kongress findet an der Humboldt-Universität statt, aus Anlass ihres 200. Jubiläums. Bis Freitag rechnen die Veranstalter mit 4000 Teilnehmern.

Das Programm umfasst mehr als 300 Vorträge. -ry

Infos im Netz:

www.historikertag.de

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