Hochschule : Uni Witten entlässt 29 Mitarbeiter

Die Privatuniversität Witten-Herdecke steht vor einer Entlassungswelle: Um Auflagen ihrer neuen Geldgeber zu erfüllen, muss die seit ihrer Gründung 1983 mehrfach von Insolvenz bedrohte Uni 20 von 400 Vollzeitstellen streichen.

Betroffen sind 29 Mitarbeiter, von denen einige Teilzeitstellen haben. Vor allem Verwaltungsmitarbeiter müssten gehen, teilt der kaufmännische Geschäftsführer Michael Anders mit. Zusätzlich sollten 47 Mitarbeiter in der Verwaltung neue Aufgaben erhalten. Grund sei die im Januar dieses Jahres mit der Landesregierung und den neuen Förderern vereinbarte Neuaufstellung der Universität, nach der Lehrbetrieb und Wissenschaft gestärkt und Verwaltungskosten gespart werden müssen.

Im Dezember hatte das Land gedroht, der Hochschule die 4,5 Millionen Euro für 2008 zu streichen und drei Millionen für 2007 zurückzufordern. Die private Universität habe für die Folgejahre keinen überzeugenden Wirtschaftsplan vorgelegt. Im Januar erklärte sich überraschend eine Gruppe neuer Geldgeber, darunter die Software AG aus Darmstadt und die Düsseldorfer Unternehmensberatung Dröge, bereit, die Uni zu retten – mit harten Auflagen.

Die Entlassungen folgten einem Sozialplan, erklärte der Betriebsrat. Die Betroffenen würden von einer Transfergesellschaft aufgefangen, die ihnen neue Jobperspektiven bieten solle. (-ry)

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