Hochschulen : 100 Millionen Euro für die Uni Mainz

Mit der außergewöhnlich hohen Spende von 100 Millionen Euro will die Stiftung des Pharmakonzerns Boehringer Ingelheim Spitzenforschung an der Universität Mainz unterstützen.

Das Geld soll in den kommenden zehn Jahren in den Aufbau eines internationalen Exzellenzzentrums für Lebenswissenschaften fließen, teilten Stiftung, Universität und Landesregierung am Freitag in Mainz mit. Damit erhalte Rheinland-Pfalz eine der größten Privatspenden, die bislang in eine staatliche Hochschule geflossen seien. Das Land wird nach Aussage von Ministerpräsident Kurt Beck (SPD) zusätzlich 30 Millionen Euro für den Ausbau von Gebäuden beisteuern.

Der Stiftungsvorsitzende Otto Boehringer sagte, die Inhaber-Familien des Pharmakonzerns verstünden ihr Engagement „als aktiv gelebte Bürgerschaft, als Dienst an der Gesellschaft“. Angesichts des weltweiten Wettbewerbs um die besten Köpfe in der Wissenschaft wolle man das Land, die Region und die Universität unterstützen. Die Johannes-Gutenberg-Universität in Mainz ist mit rund 35 000 Studierenden aus mehr als 130 Nationen eine der größten deutschen Universitäten. Zu den Forschungsschwerpunkten zählen Materialforschung, Kern- und Teilchenphysik, Kernchemie in den Naturwissenschaften, Immunologie und Onkologie in der Medizin. Die Boehringer Ingelheim Stiftung wurde 1977 von Hubertus Liebrecht, einem ehemaligen Gesellschafter des Unternehmens, gegründet. Sie fördert bundesweit Forschungsprojekte in den Bereichen Medizin, Chemie, Pharmazie und Biologie. dpa

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