Hochschulen : TU-Haushalt "auf Kante"

439,7 Millionen Euro veranschlagt die Technische Universität Berlin für ihren Haushalt 2011. Die Summe erscheint gewaltig, aber Präsident Jörg Steinbach erklärte im Akademischen Senat, der Haushalt sei "auf Kante genäht".

Im Verlauf des kommenden Jahres muss die TU eine pauschale Minderausgabe von 5,8 Millionen Euro ausgleichen. Diese 5,8 Millionen Euro sollen die Fakultäten erwirtschaften – aber dabei möglichst nicht bei den befristeten Stellen des wissenschaftlichen Nachwuchses sparen.

Das eigentliche Haushaltsproblem sind die seit Jahren zu gering veranschlagten Gelder für Baumaßnahmen und Investitionen. 19,2 Millionen Euro sind dafür geplant. Mit dieser Summe könnten dringend notwendige Investitionen nicht in dem Maße finanziert werden, wie es notwendig wäre, um die Infrastruktur der TU zukunftsfähig zu machen.

In den Haushalt von knapp 440 Millionen Euro sind 139 Millionen Euro an Drittmitteln eingeplant, die die TU 2011 für die Forschung einwerben will. Von den 210 Millionen Euro, die für Personalausgaben vorgesehen sind, müssen 40,8 Millionen Euro für die Altersversorgung der TU-Angehörigen aufgebracht. Noch hat die TU auch den Personalüberhang aus früheren Sparrunden nicht restlos abgebaut. 98 Stellen sind übrig. Durch das Erreichen der Altersgrenze werden in absehbarer Zeit 29 Personen ausscheiden. Aber 69 TU-Angehörige müssen noch viele Jahre bezahlt werden, obwohl für sie keine Planstellen mehr existieren. U.S.

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