Hochschulen : Uni-Börse: Berlin bietet Masterplätze

In der neuen Studienplatzbörse hochschulkompass.de bietet Berlin vor allem Studienplätze in Masterprogrammen an - aktuell wurden am Mittwoch 49 freie Plätze angeboten.

Anja Kühne

Noch sind Berliner Hochschulen mit nur 15 zulassungsbeschränkten Angeboten im Bachelor auf der neuen Studienplatzbörse der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) vertreten. So bietet die Technische Universität (TU) noch Plätze in Elektrotechnik oder Bautechnik an, die Beuth Hochschule (früher TFH) in technischer Informatik und die Katholische Hochschule für Sozialwesen in Heilpädagogik.

Die TU teilt mit, bei ihren Angeboten handle es sich um vier Studiengänge, für die sich trotz Zulassungsbeschränkung nicht genug Bewerber gefunden hätten. Elektrotechnik etwa ist ein Fach, das bundesweit häufig in der Börse angeboten wird. Viel Platz haben Berlins Hochschulen offenbar noch im Master: 49 Studiengänge suchen noch Bewerber.

In den nächsten Tagen und Wochen werden Berlins Unis ständig weitere Angebote online schalten. Bis zum 1. Oktober sollten sich Interessenten für das Losverfahren an der TU aber schon vorsichtshalber bewerben, teilte die Uni mit. Auch die Humboldt-Universität (HU), die wie die Freie Universität (FU) bislang noch keine Angebote geschaltet hat, rechnet damit, dass in den nächsten Tagen Plätze im Bachelor angeboten werden, besonders in Mathematik und den Naturwissenschaften. Außerdem will die HU prüfen, ob auch Fächer, für die noch das Nachrückverfahren läuft, „unter Vorbehalt“ in der Börse angeboten werden können, sagt Joachim Baeckmann, Leiter der Abteilung Studierendenservice.

Für die HU sei das neue Verfahren besonders deshalb hilfreich, weil die Zulassungsbescheide erstmals bundesweit bis Mitte August verschickt wurden. Studienbewerber, die sich früher wie „Heiratsschwindler“ verhalten hätten und Zusagen gaben, während sie gleichzeitig noch auf bessere Angebote hofften, hätten sich nun in voller Kenntnis ihrer Angebote entschieden, sagt Baeckmann. Die Uni könne also annehmen, dass diesmal weniger Nachrückverfahren nötig werden, also am Ende auch weniger Plätze frei bleiben.

Die Börse war am Dienstag von einer Flut von Zugriffen lahmgelegt worden und lief auch am Mittwochvormittag nicht reibungslos. Dennoch sei niemand um seine Bewerbungschance gebracht worden, betont die HRK. Die ersten Bewerbungsfristen endeten erst am 6. September. Bundesweit seien aktuell über 1700 Studiengänge mit freien Kapazitäten im Angebot.

Die Studienplatzbörse im Internet:

www.hochschulkompass.de

www.freie-studienplaetze.de

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