Wissen : Hoffnung für das Leben im Meer

Der Kampf gegen die Überfischung der Meere zeigt erste Erfolge. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Expertenteam nach einer zweijährigen Untersuchung. Die Wissenschaftler studierten zehn große Fischereigegenden. Ihr Ergebnis: In der Hälfte von ihnen erholen sich die Bestände langsam. Das sei zum Beispiel auf die Verwendung anderer Netze zurückzuführen, durch die junge Fische hindurchschlüpfen können, und die Sperrung mancher Gebiete für den Fischfang, schreiben die Forscher im Fachblatt „Science“ (Band 325, Seite 578). „Die Studie gibt mir Hoffnung, dass wir das Problem der Überfischung in den Griff kriegen können“, sagt Boris Worm, einer der Autoren. Sein Kollege Ray Hilborn warnt allerdings vor zu viel Optimismus: „Es ist noch ein weiter Weg. 63 Prozent aller Fischbestände, die wir untersucht haben, sind immer noch zu klein und müssen sich erst erholen.“ Außerdem seien vor allem die Fanggründe von Industrienationen untersucht worden. In anderen Regionen könnte die Bilanz schlechter aussehen.kkp/Foto: AFP

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