Hubble-Weltraumteleskop : Europa will 2013 mit ins All

Europa beteiligt sich am US-Nachfolger des erfolgreichen Weltraumteleskops "Hubble". Es steigt mit 15 Prozent ein und wird zwei Instrumente für das neue Superfernrohr entwickeln.

Hubble Foto: ddp
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Le BourgetEuropa beteiligt sich auch am US-Nachfolger des erfolgreichen Weltraumteleskops "Hubble". Die Europäische Raumfahrtagentur (Esa) besiegelte auf der Luftfahrtmesse in Le Bourget bei Paris einen 15-prozentigen Einstieg bei dem auf 3,5 Milliarden Dollar taxierten Projekt James Webb Space Telescope (JWST). Die Europäer würden zudem zwei Instrumente für das neue Superfernrohr im All entwickeln, sagte Esa-Wissenschaftsdirektor David Southwood. Den Löwenanteil des Vorhabens trägt die US-Raumfahrtbehörde Nasa.

Mit der Beteiligung an JWST werden europäische Forscher auch das neue Weltraumteleskop nutzen können, das 1,5 Millionen Kilometer von der Erde entfernt nach Anzeichen für den Urknall sowie die Entstehung von Sternen und ganzen Sonnensystemen fahnden soll. Das JWST soll einen Riesenspiegel mit 5,4 Metern Durchmesser umfassen. Der zentrale Spiegel von "Hubble" misst 2,4 Meter. Der Start seines Nachfolgers ist im Jahr 2013 mit einer europäischen Ariane-5-ECA-Rakete geplant.

Bereits das in 575 Kilometer Höhe um die Erde kreisende "Hubble" und die daran gekoppelten Präzisionsinstrumente brachten der Astronomie nach Einschätzung der Nasa die wichtigsten Fortschritte seit den Zeiten von Galileo Galilei (1564-1642). Im All befindet sich das Observatorium - ungestört von den auf der Erde herrschenden Streulicht - seit 1990. Im Januar fiel allerdings die Hauptkamera des Weltraumteleskops aus. Sie hatte fast fünf Jahre lang Atem beraubende Aufnahmen ferner Galaxien, Schwarzer Löcher und explodierender Sterne geliefert. (mit AFP)

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