Wissen : Humboldt-Uni stärkt die Lehrerbildung

Die Humboldt-Universität will das Lehramtsstudium stärken. Der Akademische Senat (AS) beschloss jetzt, an der HU eine „Professional School of Education“ einzurichten. Damit soll die auf viele Fächer und mehrere Fakultäten aufgesplitterte Lehrerbildung ein Zentrum bekommen. Von allen Berliner Universitäten hat die HU das umfassendste Angebot in der Lehrerbildung. 17 Prozent ihrer Studierenden sind in lehrerbildenden Studiengängen eingeschrieben.

Durch die Gründung der Professional School sollen die an der Lehrerbildung beteiligten Fakultäten entlastet werden, indem die Lehrerbildung ein ihrer Bedeutung gemäßes Dach erhält. Ziel ist es, die Kooperation zwischen der Universität und den Schulen zu verbessern. Gedacht ist an den Ausbau von Ausbildungsschulen. Außerdem soll den Studierenden Hilfe bei der Vermittlung von Praktika und Praxissemestern in den Schulen geboten werden. Da die Didaktik und die Erziehungswissenschaften den Schwerpunkt des Masterstudiums für angehende Lehrer bilden, wird die School of Education zum zentralen Begegnungsort für die Masterstudenten.

Es ist jedoch nicht daran gedacht, aus der Professional School of Education so etwas wie eine Pädagogische Hochschule in der HU zu machen. Die Fachdidaktiken bleiben mit den Fachwissenschaften eng verbunden und in den Fakultäten und Instituten beheimatet. Aber Fachdidaktiker und Erziehungswissenschaftler werden durch Doppelmitgliedschaften zugleich der Professional School of Education zugeordnet.Über Details, die Finanzierung der Professional School und über die Gremien des Instituts muss noch abschließend entschieden werden.U.S.

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