Wissen : Immer mehr Frauen sterben an Lungenkrebs

Immer mehr Frauen sterben an den Folgen des Rauchens. In den vergangenen 30 Jahren stieg die Zahl der Frauen, die an bösartigen Lungen-, Bronchial- oder Kehlkopftumoren starben, um 186 Prozent. Im Jahr 2011 töteten diese Krebsarten 14 500 Frauen, wie das Statistische Bundesamt am Dienstag in Wiesbaden berichtete. Anlass ist der Weltnichtrauchertag am kommenden Freitag, den 31. Mai.

Im selben Zeitraum, zwischen 1981 bis 2011, stieg den Statistikern zufolge die Zahl der an Raucherkrebsarten verstorbenen Männer nur um rund elf Prozent an. Trotzdem kamen insgesamt immer noch mehr Männer als Frauen durch eine solche Erkrankung ums Leben. Im Jahr 2011 waren es bundesweit 31 000 Männer. Martina Pötschke-Langer vom Deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg erklärt den Anstieg bei Frauen als „zeitverzögerte medizinische Reaktion auf das veränderte Rauchverhalten“. Frauen bekämen „die Quittung“ dafür, dass es heute deutlich mehr Raucherinnen gebe als vor 20 oder 30 Jahren.

Nach einer Studie des Robert-Koch-Instituts raucht etwa jeder dritte Mann und jede vierte Frau. Bei vielen Jugendlichen gilt das Qualmen nicht mehr als cool. Die Teenie-Raucherquote hat sich zwischen 2001 und 2011 mehr als halbiert. dpa

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