Wissen : In ewiger Dunkelheit

Biologen finden Insekten in zwei Kilometer Tiefe.

Porträt. Ein Vertreter der nun entdeckten Springschwänze. Foto: dpa
Porträt. Ein Vertreter der nun entdeckten Springschwänze. Foto: dpaFoto: dpa

In einer zwei Kilometer tiefen Höhle im Kaukasus haben Forscher kleine, bleiche Springschwänze entdeckt. Es sind nach Angaben des russisch-spanischen Teams die am tiefsten lebenden Insekten, die bislang gefunden wurden. Die Biologen um Rafael Jordana identifizierten gleich vier neue Arten in der Krubera-Woronja-Höhle in Georgien. Nun stellen sie ihre Entdeckung im Fachjournal „Terrestrial Arthropod Reviews“ vor.

Die nun entdeckten Springschwänze zeigen besondere Anpassungen an die dunkle, nährstoffarme Tiefe. Sie sind augenlos und haben einen extrem gut entwickelten chemischen Sinn. Eine der neuen Arten mit dem wissenschaftlichen Namen Plutomurus ortobalaganensis fand sich in einer Tiefe von 1980 Metern. Damit ist das Tier das am tiefsten lebende Insekt, das bisher bekannt wurde.

An Land lebende Würmer und Bakterien sind bereits aus größeren Tiefen bekannt: In den vergangenen Jahren fanden Wissenschaftler im Bohrwasser aus südafrikanischen Goldminen bereits Bakterien und winzige Fadenwürmer in mehr als drei Kilometern Tiefe. Auch in den Meerestiefen leben zahlreiche Tiere in Regionen unter drei Kilometern. dpa

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