Internationales Hochschulranking : Deutsche Eliteunis holen auf

In einem weltweiten Ranking sind deutsche Hochschulen aufgerückt. Erfolge verbuchen vor allem Universitäten, die in der Exzellenzinitiative ausgezeichnet wurden. Doch ganz vorne liegen weiterhin Unis aus Großbritannien und den USA.

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Von der Weltspitze ist die Universität Heidelberg mit Platz 53 noch immer weit entfernt. Doch im neuen QS World University Ranking führt sie weiterhin die Riege der deutschen Hochschulen an, die unter die ersten 100 kommen. Während Heidelberg gegen über dem vergangenen Jahr zwei Plätze abrutschte, stiegen andere deutsche Universitäten, die in der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern den Elitestatus errangen, deutlich auf: Die TU München, die auf Platz 54 kam, der LMU München (Platz 62) und der FU Berlin (Platz 70) machten jeweils vier Rangplätze gut. Verbessert haben sich auch die RWTH Aachen (Platz 140), das KIT (Platz 147) und Göttingen (Platz 149). Wie Heidelberg ist auch Freiburg (Platz 105) trotz Elitestatus abgesackt - um acht Plätze.

Offenbar hat sich der Wettbewerb um die millionenschwere Forschungsförderung herumgesprochen. Denn das Ranking beruht in großem Maße auf Urteilen, die 15 000 Wissenschaftler weltweit in einer Online-Umfrage gefällt haben. Doch das Berliner Abschneiden ist uneinheitlich: Während die Humboldt-Uni auf Platz 132 abstieg (2010: 123), verbesserte sich die TU Berlin von Platz 217 auf 205. Angeführt wird das aktuelle Ranking von Cambridge, Harvard, dem MIT, Yale und Oxford (Platz 1 bis 5). Die beste Universität aus dem nichtangloamerikanischen Sprachraum ist demnach die ETH Zürich auf Platz 18.

Die Ranking-Methode, ausgewählte Experten nach der Reputation einer Uni zu fragen, wird immer wieder aus mehreren Gründen kritisiert. So bleibt intransparent, woher die Befragten überhaupt stammen. Anzunehmen ist, dass viele aus dem englischsprachigen Raum kommen, was die dortigen Unis bevorzugen könnte. Unklar bleibt auch, zu welchen Fachbereichen die Befragten gehören, was das Ergebnis ebenfalls beeinflusst. Kaum ein Wissenschaftler dürfte einen Überblick haben, wie gut eine Universität in der Gesamtschau ihrer Fächer ist. -ry/tiw

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