JAHRESZEITENVORHERSAGE : Herausfinden, was das Wetter zinkt

Der Kern einer Jahreszeitenvorhersage ist ein Computermodell für die globale Wetterentwicklung. Weil es nicht um eine punktgenaue Prognose geht, sondern um eine Wahrscheinlichkeitsprognose, machen Meteorologen die Rechnung viele Dutzend Male. Am EZMW in England laufen jeweils 51 Simulationen durch den Rechner – ein „Ensemble“. Es ähnelt dem Versuch, das Gezinktsein eines Würfels durch häufiges Würfeln herauszufinden. Ist der Würfel gezinkt, dann spielt es keine Rolle, welche Zahl vor dem Wurf oben zu sehen ist – am Ende wird es fast immer die Sechs sein.

Die Idee hinter dem Ensembleprinzip ist, Faktoren zu ermitteln, die sich kaum verändern und so das Wetter „zinken“. Beispiele sind die Temperaturen der Meeresoberfläche und die Bodenfeuchte.

Für die Berechnung der Jahreszeitenvorhersage bedeutet das: Die 51 Simulationen unterscheiden sich vor allem durch die Wetterbedingungen am Anfang der Rechnung. Das prognostizierte Wetter ist dann zwar etwas verschieden – manchmal schält sich aber eine Tendenz heraus. stit

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