Wissen : Jeden Monat neue Zähne – bei Dinos

Dritte Zähne waren für einige Dinosaurierarten ganz normal. Viele leisteten sich noch viel mehr. Der große Pflanzenfresser Diplodocus liegt in dem Wettbewerb ganz vorn. Alle 35 Tage wuchs ihm ein neuer Zahn nach, berichten US-Paläontologen um Michael D’Emic im Fachmagazin „Plos One“. Wie lange der Zahnersatz bei einzelnen Dinosauriern dauerte, untersuchten sie anhand von Dünnschliff-Präparaten der Zähne. Unter dem Mikroskop sind darauf feine Wachstumslinien zu erkennen. Ähnlich wie bei den Jahresringen am Baum lässt sich so das Alter des Zahns bestimmen, allerdings in Tagen. Um die Geschwindigkeit beim Zahnwuchs zu messen, brauchten die Forscher nicht nur die Zähne selbst, sondern auch den Nachwuchszahn aus dem Gebiss. Die Altersdifferenz zwischen dem gerade genutzten Zahn und seinem Nachfolger ergibt die Zeit, die Dinosaurier für den Zahnersatz brauchten.

Für ihre Studie untersuchten die Forscher auch die Zähne des Camarasaurus. Er war ebenfalls Vegetarier, brauchte für einen Zahnersatz aber 62 Tage. Das unterschiedliche Tempo beim Zahnwachstum könnte mit den Futtervorlieben der Dinos zu tun haben. Der Diplodocus bevorzugte vermutlich Nahrung aus Bodennähe, schreiben die Wissenschaftler. Darum könnte er sich an Sand und Kieseln häufig die Zähne ausgebissen haben. Der Camarasaurus versorgte sich vermutlich eher mit Nahrung aus der Höhe und schonte so sein Gebiss. dpa

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