Kernenergie in der Raumfahrt : Die Zerfallswärme wird in Strom umgewandelt

Bevor die Nasa-Sonde „Cassini“ 1997 in Richtung Saturn geschossen wurde, gab es starke Proteste.

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Sie hatte zur Energieversorgung nämlich Plutonium an Bord. Dabei wird die beim radioaktiven Zerfall frei werdende Wärme in elektrischen Strom umgewandelt. Bei einem Fehlstart, so die Befürchtung, könnte sich das radioaktive Element über eine große Fläche verteilen oder die Atmosphäre verseuchen.

Tatsächlich gab es in der Raumfahrt einige Unfälle mit radioaktivem Material.

So stürzte 1978 der Reaktorkern des sowjetischen Satelliten „Kosmos 954“ ab und kontaminierte eine Fläche von 124 000 Quadratkilometern in Kanada.

Die Raumfahrtbehörden versuchen zwar, das Risiko durch mehrschichtige Sicherheitskonzepte zu minimieren. Doch die Skepsis wird, wie bei der zivilen Nutzung der Kernenergie, bleiben. Der Einsatz von Nuklearantrieben in größerem Umfang ist daher nicht nur ein technisches, sondern auch ein gesellschaftspolitisches Problem.

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