Klimaforschung : Heißer Juli

Die Temperaturen im Juli waren überdurchschnittlich hoch. Besonders in Europa, Nordafrika und dem Westen Nordamerikas war es zwei bis vier Grad wärmer als im langjährigen Mittel.

296051_0_1bb9b4ba.jpg
Der Platz wird knapp. Im Juli hat die Eisfläche der Arktis stark abgenommen. -Foto: dpa

Die Ozeane waren im vergangenen Monat mit 17 Grad Celsius an der Oberfläche so warm wie noch nie im Juli seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1880. Das geht aus Daten der US-Meeresforschungsbehörde NOAA hervor. Die Temperatur der Weltmeere lag demnach 0,59 Grad Celsius über dem globalen Mittelwert des 20. Jahrhunderts (16,4 Grad). Die Wassertemperatur an der Meeresoberfläche durchbrach damit den Rekord von 1998.

Auch auf den Kontinenten brachte der Juli überdurchschnittlich hohe Temperaturen. Dort wurden im Schnitt 14,8 Grad gemessen, was etwa ein halbes Grad mehr ist als das globale Mittel des 20. Jahrhunderts. Der Statistik der Wissenschaftler zufolge ist das der neuntwärmsten Juli-Wert seit Beginn der Aufzeichnungen. Besonders in Europa, Nordafrika und dem Westen Nordamerikas war es zwei bis vier Grad wärmer als im langjährigen Mittel.

Das Meereis der Arktis bedeckte im Juli 8,8 Millionen Quadratkilometer und damit 12,7 Prozent weniger als im langjährigen Juli-Mittel. Dies war laut NOAA die drittniedrigste Eisbedeckung der Arktis im Juli seit Beginn der Aufzeichnungen. Lediglich im Juli 2007 beziehunsgweise 2006 war die Ausdehnung des Eises noch geringer. dpa

0 Kommentare

Neuester Kommentar